Sonntag 21 Januar 2018

29er_2011_IMG_5837Unseren Oberösterreichischen 29er Seglern wird die Euro 2011 sicher noch lange in Erinnerung bleiben. 155 Teams aus 16 Nationen trafen sich in der Schweiz um den Europameister in ihrer Klasse zu ermitteln.

 

Auf engem Areal und bei sintflutartigen Regen war die erste Hürde das Vermessen und Wiegen der Boote und brachten so manche Mannschaft erstmalig an ihre „nervlichen" Grenzen. Der Vermesser hatte es auf die Zwischenräume der Nummern abgesehen, wo so mancher mit Schere und Tape neue Nummern aufs Segel zaubern musste. Nach eineinhalb TagenVermessung und Freigabe aller Boote, gab es eine nette Eröffnungsfeier im Festsaal der Tabakmanufaktur Dannemann .

 

Montags 12:00 Uhr war der erste Start angesetzt, aber das Wetter spielte nicht mit. Regen, Regen und nochmals Regen ,der Wasserstand des See war um 1,20 Meter gestiegen und eine Slip Anlage fiel dem Wildbach zum Opfer . Unsere gesamte Mannschaft und unser Trainer Zizi konnte sich somit mit dem Zeltsichern vorm Hochwasser beschäftigen, normalerweise ist ja das Zelten am Lago Maggiore kein Problem ,er immerhin als die Sonnenstube der Schweiz bekannt.

 

Gegen Abend trat die erhoffte Wetterbesserung ein und bei Leichtwind wurden die ersten Qualifikationswettfahrten gesegelt. Unsere 29er Teams hatten durch das hohe Mannschaftsgewicht ihre liebe Not und segelten sich nicht sonderlich ins Rampenlicht.

 

Am zweiten Wettkampftag: Sonnenschein dafür aber kein Wind ! Zeit zum trocknen der Kleidung und Vorbereitung auf den Regen , der für den nächsten Tag wieder angekündigt war und auch wirklich kam. Wind gab es zwischendurch auch, nur die Wettfahrtleitung und die Bojenleger waren nicht die schnellsten und so kam es, daß Wind war aber kein Bojen am Kurs. Schlussendlich konnten doch einige Qualifikationswettfahrten irgendwie an diesen Regentag „durchwurschtelt" werden.

 

Am vierten Tag Wetterbesserung , aber ein neues Problem tauchte auf .Unmengen an Treibholz , riesige Flächen mit Baumstämme, machten der Wettfahrtleitung, den Seglern und Trainern mit den Motorbooten das Leben schwer. Es gab stundenlange Wartezeiten bis das Treibholz in Richtung Italien abtrieb. Der Abend brachte guten Nordwind wo Christa Feltham YCZ /Moritz Zieher UYCAS in

der Gruppe grün an der Reihe waren und die guten Verhältnisse ausnützte und einen 4. Platz ersegelten, damit sicherten sie sich den Start in der Silberfleet .

 

Konstantin Punzet UYCAS/Michael Praxmarer SCA qualifizierten sich durch Schwierigkeiten auf dem Vorwind für die Bronzefleet. Carina Zieher UYCAS/Manuel Moravec UYCAs kamen mit dem Leichtwind überhaupt nicht in Fahrt und segelten somit in der Emeraldfleet.

 

Für die Finalläufe übernahmen Deutsche und Englische Eltern die Arbeit der Schweizer Bojenleger ,

somit ging auf einmal alles schneller ,nur der Wind wurde nicht besser und auch unsere Segler zeigten bei diesen Verhältnissen keine wirklichen Formanstieg. Konstantin/Michael sorgten für das

einzige Highlight mit einem Dritten Platz in der 7.Wettfahrt.

 

Die Serie wurde von einem Amerikaner gewonnen, zweiter wurde ein Australier , Europameister

wurde der Jugendliche spanische Wundersegler Carlos Robles mit Vorschoter Florian Trittel.

Für die OÖ Teams gibt es nun nach der chaotischen Woche ein wenig Pause und danach Trainings und intensive Vorbereitung auf die Österreichische Jugendmeisterschaft.

 

Bericht: Günther Zieher