Sonntag 21 Januar 2018

WC_Australien_2010_3Österreichs Segel-Asse produzieren beim Australien Weltcup weiterhin positive Schlagzeilen und biegen mit viel Selbstvertrauen auf die Zielgerade.
Die Verhältnisse bleiben vor Melbourne und in diesen Tagen weiterhin launisch, vor allem der Wind weiß offenbar nicht so recht was er will. Was gestern definitiv zu viel, war heute beinahe zu wenig, das Programm wurde bei maximal einer Windstärke fortgesetzt. Österreichs Olympiasegler behielten bei den taktisch schwierigen Begleiterscheinungen kühlen Kopf und den Überblick, das OeSV-Aufgebot steuert beim Saisonauftakt auf ein kollektives Traumergebnis zu.

Nico Delle Karth und Niko Resch überzeugten auch heute mit einer konstanten Serie, mussten die zwischenzeitliche Gesamtführung allerdings an Peter Burling und Blair Tuke abtreten. „Wir haben aufgrund der schwierigen Verhältnisse taktisch nicht alles riskiert, sind mit einem zweiten, zwei vierten und einem fünften Platz immer vorne dabei gewesen und mit unserer seglerischen Leistung sehr zufrieden“, so Delle Karth, der aufgrund einer Dopingkontrolle im Anschluss an die Wettfahrten die Hose runter lassen musste. Von den Neuseeländern, die heute sehr hoch gepokert und mit Rang 18 ihren Streicher eingesegelt haben, trennen die Österreicher gerade einmal zwei Punkte, der Rest des Feldes wurde deutlich distanziert. „Wir haben uns Luft verschafft und sind für das Finale bestens gerüstet.“ Ausgezeichnet in Fahrt waren heute auch Thomas Zajac und Thomas Czajka, die 49er Umsteiger verbuchten einen Tagessieg und rangieren nach neun Wettfahrten auf Platz acht.

Sylvia Vogl und Carolina Flatscher beherrschen die Damen-Konkurrenz scheinbar nach Belieben, die Olympia-Achten von 2008 fügten ihrer Serie einen weiteren Tagessieg hinzu und führen mit vier Punkten Vorsprung auf ein deutsches Quartett. „Wir kommen mit den Verhältnissen sehr gut zu Rande und sind bei Leichtwind mit unserer Entwicklung schon recht weit“, zeigt sich Vogl, die gestern ihren 36. Geburtstag feierte, rundum zufrieden.

Auch Matthias Schmid und Florian Reichstädter bringen einmal die Idealnote ins Trockene und verbessern sich im Zwischenklassement auf Rang zwei. „Unser neues Set up funktioniert, wir sind bei den Allerschnellsten dabei und haben heute die aktuellen Weltmeister (Belcher/Page) klassisch ausgebremst. Agieren wir morgen ähnlich gut, sollten wir für das abschließende Medal Race eine exzellente Ausgangsposition haben.“

In der Laserklasse meldete sich Andreas Geritzer mit einem zweiten und neunten Rang wieder lautstark zu Wort. Damit arbeitete sich der EM-Dritte von Tallinn, dem eine starke Verkühlung zu Schaffen macht, auf Platz sieben vor.


Australien Weltcup, Zwischenstand nach dem 4. Tag:

49er (9 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Peter Burling/Blair Tuke NZL 21
2. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 23 (1,2,4,1,(9),2,4,5,)
3. Erik Storck/Trevor Moore USA 40
8. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 61 (13,3,11,8,5,(14),1,11,8)


Laser (7 Wettfahrten)
1. Tom Burton AUS 10
2. Nick Thompson GBR 18
3. Rutger Schaardenburg NED 25
7. Andreas Geritzer AUT 45 (1,9,6,18,(20),2,9)
57. Matthias Sailer AUT 144 (28,26,19,28,(DNC),20,23)

470er Damen (7 Wettfahrten)
1. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher AUT 11 (1,2,1,2,4,1,(5)
2. Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher GER 15
3. Annina Wagner/Marlene Steinherr GER 16

470er Herren (7 Wettfahrten)
1. Stuart McNay/Graham Biehl USA 13
2. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 13 (3,1,3,3,2,(7),1)
3. Samuel Kivell/Will Ryan AUS 15
4. Belcher/Page AUS 16

Bericht von: Dominik Marsano