Sonntag 21 Januar 2018

team_aquaMit Team Aqua wurde beim RC 44 Austria Cup heute der erste Sieger gekürt. Im Match Race konnten sich die Tour-Dominatoren der bisherigen Saison an die Spitze setzen. Weiterhin kämpferisch zeigen sich die Österreicher und fiebern dem Start der Fleet Races ab Freitag entgegen.


Warten auf Wind, der sich schlussendlich bei rund 12 Knoten einpendelte, und konstante Bedingungen hieß es im zweiten Teil der Match Race Serie am Donnerstag vor Gmunden. Weitere vier Mal waren die durch die Bank hoch dekorierten Segelspezialisten mit ihren 44 Füßern (13,35m) aufgefordert, im direkten Kampf mit dem Gegner auf die Bahn zu gehen. Und neuerlich hatten erfahrene Match Racer wie der fünffache America’s Cupper Paul Cayard (USA), Taktik-Hero Ray Davies (NZL) und Karol Jablonski (POL) die seglerische Nase vorn.
Die knappste Entscheidung des Tages fiel im achten und vorletzten Flight: Team Aqua (UAE) mit dem Kanadier Cameron Appleton am Steuer setzte sich trotz eines Strafringerls kurz vor der Ziellinie gegenüber Ceeref (SLO) mit nur zwei Sekunden Vorsprung durch. Damit legten die Dubaier die letzte Weiche in Richtung Sieg im Kampf Boot gegen Boot. „Ich bin enorm glücklich über diesen Sieg und muss meiner Mannschaft zu diesem großartigen Job gratulieren“, so der strahlende Triumphator, „die Bedingungen auf dem See waren extrem fordernd, was die Leistung des Teams noch höher stellt.“Insgesamt gewinnt das Team aus Dubai sieben von acht direkten Duellen und unterstreicht seine Favoritenrolle innerhalb der RC 44 Championship Tour 2009. Mit je fünf Punkten folgen Ceeref (SLO), Artemis (SEW) und No Way Back (NED) ex aequo auf Platz zwei. Traunseecup 2009
Frühmorgens von Dean Barker (NZL), AC Steuermann von Team New Zealand, auf den Namen Oberösterreich getauft, lief der RC 44 Racer des Team Austria hoch motiviert aus: „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir waren mit dem gestrigen Tag nicht überglücklich aber zufrieden. Wir sind näher dran, kommen besser rein und zeigen auf“, so Christian Binder, Steuermann der neunköpfigen AEZ-Mannschaft, vor dem ersten Start. „Gegen Artemis waren wir wirklich knapp dran, hatten an der letzten Tonne leider ein Problem mit dem Gennaker und so die letzte Chance auf einen Punkt vergeben. Insgesamt waren wir heute ein bisschen fehleranfälliger und müssen den Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollen. Ab sofort gilt unsere ganze Konzentration den Fleet Races. Wir werden den Routiniers zeigen, dass wir schon viel gelernt haben!“ Im Fleet Race, in Summe zehn Wettfahrten, werden die Karten neu gemischt. „Die Gegner bleiben die Gleichen, aber in einer offenen Wettfahrt sollten wir uns leichter tun“, hofft Rene Mangold, der ab jetzt wie alle Eigner den Platz des Steuermannes einnimmt.


Den krönenden Abschluss des RC 44 Cups in Österreich bilden am Sonntag das Langdistanzrennen und die Siegerehrung in Gmunden.Ab morgen steht neben den America’s Cup Kalibern unter anderem Norbert Sedlacek an der Gmundner Esplanade Rede und Antwort. Der pragmatisierte Straßenbahner hat eine Menge zu erzählen: Der Wiener beendete vergangenen März das Vendee Globe, die härteste Einhandregatta der Welt, nach 126 Tagen, 5 Stunden und 31 Minuten als erster deutschsprachiger Skipper. Außerdem geben sich Extremtaucher Christian Redl, Doppel-Olympiasieger Hans Peter Steinacher und Hans Spitzauer die Ehre.