Sonntag 21 Januar 2018

spithill gegen couttsAC-Jungstar James Spithill wurde seiner Favoritenrolle im BMW Match Race Cup vor Gmunden eindrucksvoll gerecht und gewann das hochkarätig besetzte Wendeduell vor Gmunden im Stile eines Weltmeisters.

Postkartenwetter und exzellente Windverhältnisse begleiteten die weltbesten Match-Racer am zweiten Tag des RC 44 Austria Cup's auf dem Traunsee. Die gesamte Round Robin - jeder gegen jeden - die beim gestrigen Auftakt der Flaute zum Opfer gefallen war, konnte zuschauerfreundlich vor der Gmundner Esplanade abgehalten werden und bot maritime Zweikämpfe auf allerhöchstem Niveau.

Insgesamt 36 Wendeduelle gab es zu bestaunen, James Spithill gewann gegen jeden seiner Kontrahenten und stand nach sechs Stunden Spitzensport als verdienter Sieger des BMW Match Race Cup fest. Russell Coutts, der mit BMW-Oracle Syndikatsboss Larry Ellison ein Team bildete hatte gegen den australischen Jungstar, der aufgrund seiner aggressive Starttaktik ebenso berühmt wie berüchtigt ist, ebenso wenig Chancen, wie US-Segel Ikone John Kostecki, der heute mit dem Portugiesen Patrick de Barros gemeinsame Sache machte.

team aqua gegen team austriaDas Stallduell des BMW Oracle Trios - Coutts, Spithill und Kostecki sollen für Ellison den America's Cup 2009 wieder in die Staaten zurückbringen  - war eines der Höhepunkte des heutigen Tages, der eine Vielzahl an Schmankerln zu bieten hatte. Rang zwei ging an den überraschend stark agierenden Neuseeländer Cameron Appleton, der seine Siegeschance erst im letzten Durchgang begrub und Russell Coutts und Co. auf Rang drei verwies.

 

Für das heimische Team hingen die Trauben erwartungsgemäß zu hoch, der heiß ersehnte Premierensieg im Duell gegen die weltbesten Match-Racer war mehrmals zum Greifen nahe, letztendlich gingen Christian Binder und Co. aber leer aus. „Wir haben viel Lehrgeld gezahlt, müssen uns aber für die Performance nicht schämen. Es war klar, dass wir auf Fehler der anderen angewiesen waren,

leider hat uns keines der Teams diesen Gefallen getan", so Sylvia Vogl, die das rot-weiß-rote Team morgen in einer besseren Ausgangsposition sieht. „Im Fleet Race haben wir den Heimvorteil auf unserer Seite, das Revier ist taktisch durchaus anspruchsvoll, da werden die Karten neu gemischt."

Bis kommenden Sonntag sind insgesamt 12 Wettfahrten (Fleet Race) ausgeschrieben, zudem steht am Samstag ein Long-Distance Race auf dem Programm. Der Auftakt des Fleet Race Serie erfolgt am Freitag um 11:00 Uhr.    


RC 44 AUSTRIA CUP         Ergebnis BMW Match Race Cup:

1. Team CEEREF                 James Spithill/AUS                       8

2. Team Aqua                    Cameron Appleton/NZL                6

3. BMW Oracle Racing        Russell Coutts/NZL                      5

4. Banco Espirito Santo     John Kostecki/USA                        5

5. Team Hiroshi                 Sebastien Col/FRA                        5

6. Team Sea Dubai            Markus Wieser/GER                      4

7. Team Beecom                Kevin Harrap/NZL                         2

8. Team Organika              Mateusz Kusznierewicz/Pol          1

9. Team Cro-A-Sail             Christian Binder/AUT                    0