Sonntag 21 Januar 2018

TraunseewocheIn der ersten Halbzeit der 5. Allianz Traunsee Woche sorgen Österreichs Segler für durchwegs positive Schlagzeilen, nun setzen Russell Coutts und Co. die Akzente.

 Die erste Woche von Österreichs größter Segelsport-Veranstaltung hat gehalten, was man sich von ihr erhofft hatte: spannende Wendeduelle, knappe Entscheidungen, sowie überaus stark agierende Gastgeber, die in fast allen der 16 Bootsklassen den Ton angaben.

 

tornado schönleitner hirschManfred Schönleitner und Georg Hirsch-Stronstorff kürten sich in Abwesenheit von Roman Hagara und Hans Peter Steinacher, die in China für den olympischen Ernstfall proben, zu deren Nachfolger. Die Atterseer gewann die Hälfte der insgesamt sechs Wettfahrten und verwiesen das Duo Schönleitner/Rakuschan auf Rang zwei.

 

In der H-Boot Klasse war gegen Stefan Frauscher und Co. kein Kraut gewachsen, das Trio wusste den Heimvorteil optimal zu nutzen, gewann sechs der insgesamt elf Wettfahrten und gab der Konkurrenz Rätsel auf. Frauscher, dessen Namen für den Bau von Motor-, Elektro- und Segelbooten steht und der in der Gmundner Bucht gemeinsam mit Bruder Michael und Cousine Andrea den familieneigene Hafen leitet, kann bereits auf einen Weltmeister- (2002) und zwei Europameistertitel verweisen. Im Rahmen der 5. Allianz Traunsee Woche zelebrierte der erfolgreiche Unternehmer, von Peter Heininger und Thomas Linortner im Cockpit optimal unterstützt, seinen bereits 21 Staatsmeistertitel. Die Tempest-Klasse, ebenfalls als Staatsmeisterschaft ausgeschrieben, wurde von Seglern aus der Schweiz und Deutschland dominiert, den Titel holten sich Manfred Schumi und Andreas Hochull, die gesamt fünfte wurde.

 Traunseewoche

Die Entscheidung im Platu 25 Europacup fiel denkbar knapp und zu Gunsten von Jens Ahlgrimm und seiner Crew aus. Die Deutschen verwiesen den punktegleichen Lokalmatador Thomas Lahersdorfer, der unter anderem vom Salzburger Olympiateilnehmer (1996) Franz Urlesberger unterstützt wurde, nur aufgrund des besseren Abschneidens im letzten Durchgang auf Rang zwei.

 

Ab morgen setzt die RC 44 Klasse Segel, nach zwei Trainingstagen wird der Austria Cup am kommenden Mittwoch mit der Match Race Entscheidung angeschossen. BMW Oracle Racing schickt seine Aushängeschilder, angeführt vom dreifachen Cup-Gewinner Russell Coutts, Taktiker John Kostecki und Steuermann James Spithill mit unterschiedlichen Teams und Partnern ins Rennen, Team Austria liebäugelt aufgrund des Heimvorteils mit einer Sensation. „Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren und versuchen die AC-Profis ordentlich zu ärgern", verspricht Sylvia Vogl, die an der Seite von Skipper Christian Binder für den Trimm und die Taktik verantwortlich ist.

 

Sämtliche Ergebnisse der ersten VA-Woche sind unter www.traunseewoche.at ersichtlich.