Sonntag 21 Januar 2018

oejm 2013 Daniel HoffVom 28. bis 31. August (1. war Ersatztag) wurden die Jugendmeister in der Opti-, Zoom-, 420er- und LaserR-Klasse ermittelt. Die Eröffnung fand schon am Vorabend (27.) statt, bei welcher alle Teilnehmer und deren Trainer per Motorboot zum Podersdorfer Leuchtturm fuhren. War auch absehbar, dass dabei einige Motorboote auf der Strecke bleiben und im Anschluss abgeschleppt werden mussten. Alle Redner hielten sich lobenswerter Weise sehr kurz und knapp, was auch notwendig war um dem einige Sekunden nach Ende eintretenden Wolkenbruch zu „entkommen“.

Am nächsten Morgen war es so weit: „Matchtag“!!
Das Meer der Wiener zeigte sich von seiner besten Seite. Schöne 3-4 Beaufort und hin und wieder auch Sonnenschein. „Starkwind“-Segler wie Robert ‚Bobbi‘ Holzer, Felix Hofinger, Hannes Musger und auch ich (Daniel Hoff) wollten schon früher starten und nicht wie geplant erst um 14:00 Uhr. Leichtwind-Experte Matthäus ‚Whisky‘ Hofer hoffte auf weniger Wind, um nicht zu große Schwierigkeiten beim Verteidigen des Titels aus dem Vorjahr zu bekommen.

Bei den Damen war schon eines im Vorhinein klar: Jede bekommt eine Medaille. Daher machte sich auch keine unnötigen Druck.

14:00 – erster Start.
Da wir uns mit den 420ern und den Zooms die Bahn teilten, konnte man sich von den 420ern den idealen Start abschauen. Ich starte klarer Weise auf der etwas bevorzugten linke Seite, Bobbi erkämpft sich eine gute Startposition direkt neben dem Startschiff, an den Rest denke ich gar nicht.
Die erste Kreuz verläuft einiger Maßen gut. Bobbi ist mit 50m Vorsprung Erster, ich habe auch noch etwas Platz hinter mir auf den Dritten, folglich bin ich Zweiter. Bobbi kann ich auf der Raume gut 40m abnehmen. Da uns das Raumschotsegeln so viel Spaß machte, dachten wir auch gar nicht daran, uns auf die Lee-Boje zu konzentrieren. Mit viel Umwegen und noch mehr Glück war ich an der Lee erster. Auf der zweiten Kreuz das Feld zu kontrollieren ist für einen routinierten Segler wie mich ein Kinderspiel, als ich aber nach Bobbi suchte, sah ich, dass er einen klassischen Schmidinger (man darf nur 1x wenden) über die rechte Seite probierte. Bobbi ist sehr schnell bei diesem Wind, also beschloss ich mich in seine Richtung zu orientieren. Bei dieser Wende passierte es: PAAAMMM!!! Die Nieten meines Großbaumes waren anscheinend schon älter als ich und versagten Länge mal Breite. Mein erster Gedanke war nur, da ich schon einige dieser Situationen im Laser erlebt habe: F***, des Boot hoid jo goa nix aus! Ich konnte zwar weiter segeln, allerdings nur mit halb-offenem Segel. Auf der restlichen Kreuz vermisste ich die klassische Laser-Klemme schmerzlich. Ich rettete einen 4. Platz über die Linie.
Nach der Wettfahrt ging es erst los: Baum auswechseln. Max, der geilste Trainer den es gibt, ist natürlich immer auf so etwas vorbereiten, oder besser gesagt Whisky, denn es war ja schließlich sein Baum (danke nochmal). Wortwörtlich mit dem Messer im Mund und gekentertem Boot stand!! ich im See und kämpfte gegen die Wellen, Leinen und Schekel um alles wieder auf Vordermann zu bringen. Nach dem Aufstellen, sahen Max und ich, dass noch nicht gestartet worden ist. Nach einem Vollgas-zum-Start-Schleppen war ich auch noch ohne Stress rechtzeitig am Start. Max zeichnete mich gemeinsam mit Viki für diese Aktion mit dem Rockstar-of-the-Day Award aus, wobei man für einen Tag seine Luftgitarre bekommt!

An diesem Tag segelten wir gesamt drei faire und schöne Wettfahrten. Bei etwas nachlassendem Wind konnte Whisky seine Stärken ausspielen und holte sich den Tagessieg.
Am Abend gab es für alle exzellente Pasta, für mich persönlich etwas verspätet, da ich dem Großbaum neue Nieten verpasste.

Am nächsten Morgen schien es sogar noch etwas mehr Wind zu haben. Gestartet wurde um 11:00 Uhr. Immer wenn ich Bobbi sah, grinste er vom einen Ohr bis zum anderen. Und wie seine Laune war auch seine Leistung. Dominant und astrein segelte der Steirer zwei erste Plätze.
Da wir noch zwei Tage vor uns hatten, segelten wir nur zwei Wettfahrten, welche dann allerdings auch unsere letzten sein sollten.

Freitag und Samstag verbrachten wir die meiste Zeit mit warten, teils zu Wasser, teils zu Land. Am Ende stand Robert ‚Bobbi‘ Holzer ganz oben. Zweiter wurde Matthäus ‚Whisky‘ Hofer und ich dritter. Maxi ‚The King‘ Kraus organisierte, wie in alten Zeiten die coolen LaserR-Sonderpreise.

Am Abend wurden die Sieger und generell alle Laser-Segler (und auch Trainer) gebührend in Tiefseetaucher-Manier gefeiert.

 

Daniel Hoff, AUT 134383