Donnerstag 18 Januar 2018

RC_44_Team_Austria02Österreichs RC44 Seglern bleibt die Debütsaison dank eines starken Endspurts am Persischen Golf in bester Erinnerung.

Die Schlacht vor Dubai ist geschlagen, die Tour 2009 entschieden und wie bereits in den Tagen zuvor vermochte Österreichs Team auch heute über weite Strecken zu überzeugen. Am letzten Regattatag dieser Saison pilotierte Rene Mangold den knapp 15 Meter langen und mit maximal 300 Quadratmetern Segelfläche hoch gezüchteten Karbon-Racer auf die Plätze fünf, acht und zehn, unterm Strich blieb nach 10 Wettfahrten der achte Gesamtrang. „Wir haben heute unsere Chancen nicht ganz nützen können und zu viele Geschenke verteilt. Wenn man aber die gesamte Woche Revue passieren lässt, können wir durchaus zufrieden sein“, so die Bilanz von Christian Binder. Im Match Race Bewerb wurden erstmals namhafte Gegner versägt und mit Rang sieben die beste Saisonleistung eingefahren, im Fleet Race mit dem Gewinn zweier Wettfahrten Historisches geleistet. Die Mannschaft hat sich zweifelsohne enorm gesteigert, verbessern müsse man laut Binder die Konstanz, auch die Bootsgeschwindigkeit müsse noch optimiert werden. „Wir haben definitiv keinen Grund abzuheben, fühlen uns aber in unserem Weg bestätigt. Jetzt heißt es weiter am Ball bleiben und die kurze Pause effektiv zu nutzen.“



RC44_Team_Austria01Den Gesamtsieg der heurigen Championship-Tour, wo die Punkte aus allen drei Disziplinen und von sämtlichen sechs Stationen zusammengezählt werden, sicherte sich Superhirn Ray Davies (No Way Back). Das neuseeländische Taktik-Genie verwies Landsmann Dean Barker (Artemis) und das slowenische Ceeref-Team um Sebastien Col auf die Plätze. Österreichs Einstand, der erst beim zweiten Stopp auf den Kanarischen Inseln erfolgte, endete im Overall Ranking auf Platz zehn. In der DHL-Trophy (Langstrecke) wurde mit Rang sieben über das Jahr gesehen der erfolgreichste Auftritt verbucht.

Zahlen die für Binder erfreulich, aber noch eher kosmetischer Natur sind. „Entscheidend ist die Tatsache, dass wir bereits im ersten Jahr das Erlernte phasenweise sehr gut umsetzen konnten und uns gerade hier vor Dubai den Respekt der Klasse erarbeitet haben.“ Zu Saisonbeginn als willkommenes Schlachtopfer noch hinter vor gehaltener Hand milde belächelt, hat aber nicht nur die sportliche Leistung Beifall generiert. Der RC44 Austria Cup auf dem Traunsee zählt zu den Beliebtesten auf der Tour, die neuerliche Ausrichtung dieser Top-Veranstaltung lässt nicht nur die Aktiven, sondern auch den heimischen Tourismus jubeln. Durch die weltweite Vermarktung darf sich Oberösterreich neuerlich im internationalen Schaufenster präsentieren, nach dem Auftakt vor Dubai, gastiert die Tour 2010 von 29. April bis 4. Mai vor den Toren Gmundens.

RC44_Team_Austria_03Nachdem das Boot der Österreicher in Dubai überholt und für die kommende Saison fit gemacht wird, kehren Binder und Co. Anfang Februar an den Persischen Golf zurück. Über die Weihnachtsferien ist das Verzehren von Konditionseinheiten anstelle der Weihnachtsbäckerei angesagt um das vorgeschriebene Mannschaftsgewicht von 680 Kilogramm auch halten zu können. Die Championship-Tour 2010 wird am 22. Februar angepfiffen.

Sea Dubai RC 44 Gold Cup – Fleet Race Endergebnis nach 10 Wettfahrten:
1. No Way Back/NED    28
2. Artemis/SWE             43
3. Aqua/CAN                 52
8. Team Austria             71

RC 44 Championship Tour 2009 - Endergebnis:
1. No Way Back            15
2. Artemis                     17
3. Ceeref                       19
10. Team Austria         56

Infos und alle Ergebnisse: www.rc44.com