Donnerstag 18 Januar 2018

Vogl_Haid_09Tag 1 - Der erste Schlagabtausch im Olympiarevier vor Weymouth gilt als mundender und durchaus selektiver Vorgeschmack auf das, was die Segler 2012 erwartet.

 

Die Spiele haben begonnen.

Zumindest aus Sicht der Segler, die im Olympiarevier vor der englischen Südküste bis einschließlich kommenden Samstag erstmals die Klingen kreuzen. Nördlich der Isle of Portland segelt derzeit alles was Rang und Namen hat.

 

121 Betreuer sind akkreditiert, Meteorologen, Segelmacher oder technische Delegierte nicht dazu gezählt. Österreichs Olympiateam, das bereits seit einer Woche in dem selektiven Revier testet, hat fünf Autominuten vom Hafen entfernt Quartier bezogen und fühlt sich unter einem Dach mit der Physio-Abteilung sowie dem gesamten Trainerstab bestens aufgehoben. Knapp 700 Aktive aus über 40 Nationen greifen in sämtlichen olympischen wie paralympischen Bootsklassen zu Schot und Pinne.

 

 

Der erste Renntag des Olympiatests, der zudem als finaler Saison-Weltcup ausgeschrieben ist, bestätigte die OESV-Truppe in den bisherigen Trainingseindrücken, das Revier entpuppt sich als ungemein anspruchsvoll.

 

Sylvia Vogl, in der aktuellen Weltrangliste auf Platz drei gereiht, kam mit Neo-Vorschoterin Veronika Haid bei ihrem internationalen Debüt auf die Plätze 22 und 15. „Wir segeln ohne Erwartungen, es wäre vermessen nach so kurzer Zeit Resultate zu verlangen. Es gilt die Fehler von Wettfahrt zu Wettfahrt zu dezimieren, genau daran arbeiten wir“, so die EM-Fünfte, die sich mit der 20-jährigen Innsbruckerin erst seit ein paar Wochen das Cockpit teilt.

 

Morgen stehen in jeder Klasse zwei weitere Wettfahrten auf dem Programm, abgerechnet wird am Samstag in den Medal-Race Entscheidungen. 

 

Tag 2

WASSERSCHLACHT IM OLYMPIAREVIER

 

Der zweite Tag vor Weymouth, wo im Olympiarevier von 2012 noch bis kommenden Samstag um die letzten Weltcuppunkte der heurigen Saison gesegelt wird, brachte noch mehr Wind als gestern. Zumindest in den Spitzen, denn zwischenzeitlich „flaute“ das Gebläse von satten sechs, auf herausfordernde vier Beaufort ab.

 

„Wenn die Hälfte der Flotte ohne Spinnaker fährt und der Rest kentert, sagt das über den heutigen Kampf wohl alles aus. Wir sind das erste Mal überhaupt bei soviel Wind gesegelt, entsprechend schwierig war dieser Tag.“ Umso bemerkenswerter, dass Sylvia Vogl und ihre Neo Partnerin Veronika Haid in der vierten Runde als zweite die Luvtonne passierten und trotz zweier Kenterungen als zehnte das Ziel kreuzten. „Es ist natürlich fein wenn sich der Kampf auszahlt, aber Ergebnisse sind vorerst nebensächlich.“ Zumal die Oberösterreicherin heuer schon mehrfach ihre Weltklasse gezeigt hat und gänzlich ohne Druck agieren kann. „Hier sind die Besten der Besten am Start, hier werden unsere Fehler schonungslos aufgedeckt, hier können wir eine Menge lernen.“  Gesamt rangiert das Duo auf Platz 16. Während Jo Aleh und Olivia Powrie ihre Führung ausbauen, segeln die Olympiasiegrinnen Elise Rechichi und Tessa Parkinson (AUS) als 21. noch hinterher.
 

Zwischenergebnis nach dem 2.Tag: 

470er Damen (32 Teams, 4 Wettfahrten)

1. Jo Aleh/Olivia Powrie                        NZL      6

16. Sylvia Vogl/Veronika Haid AUT     70 (22/15/23/10)

 

 

Details und Ergebnisse: http://www.sailracer.co.uk/events/18401/