Sonntag 21 Januar 2018

rc44_09_10GMUNDEN BLEIBT IM RENNEN

Österreichs RC 44 Team darf sich auch 2010 auf ein Heimspiel freuen und hofft vor Malcesine auf die nächste Leistungssteigerung.

Während die Sieger der heurigen Championship-Tour noch in den Sternen stehen, nimmt der Kalender 2010 bereits konkrete Formen an. In Dubai, wo Ende November das Finale über die Bühne geht, erfolgt kommende Saison der Kick-Off. Gmunden und der Traunsee wurden als erster Europa-Stopp auserkoren, die RC 44 Granden gastieren somit zum dritten Mal in Folge im Salzkammergut, gesegelt wird vom 01.-05. Mai. Die neuerliche Zusage bestätigt die hervorragende Arbeit der Veranstalter, renommierte Hafenstädte wie Kopenhagen, Marseille oder Barcelona bleiben weiterhin in der Warteschleife.

Zurück zur Gegenwart und Malcesine: Österreichs Neun, die heuer in die 2007 von Superstar Russell Coutts gegründete Tour eingestiegen sind und sich im Wendeduell gegen die besten Hochseesegler der Welt durchaus behaupten konnten, streben eine neuerliche Leistungssteigerung an. „Wir wollen am Gardasee weiter Boden gut machen“, so Steuermann Christian Binder, der hinzufügt, „dass trotz allem Engagements und der positiven Trainingseindrücke keine großen Sprünge, sondern lediglich Baby Steps zu erwarten sind.“ Vor allem das Match Race bleibt der Knackpunkt der heimischen Asse. In führenden Segelnationen seit Jahrzehnten professionell praktiziert, ist das Duell Boot gegen Boot für Österreichs Hochsee-Spezialisten vergleichsweise Neuland. „Wir müssen uns in dieser Disziplin erst herantasten, das geht nicht von heute auf morgen, obendrein treten wir gegen die Besten der Besten an.“ Die Neuseeländer Dean Barker, Russell Coutts und Ray Davies, Karol Jablonski (POL) oder Sebastian Col (FRA) dürfen sich diesbezüglich angesprochen fühlen, sie alle eint ihr Engagement im America´s Cup, der kommenden Februar in die nächste Runde geht und bekanntlich zwischen BMW Oracle Racing und Alinghi entschieden wird. Die Vorbereitungen auf dieses Gipfeltreffen hindern James Spithill an weiteren RC 44 Engagements. Anstelle des Australiers, der für das US-Syndikat am Rad drehen wird, verpflichtete Ceeref-Chef Igor Lah, für den Schlagabtausch vor Malcesine die Nummer eins der aktuellen Match Weltrangliste, Sebastian Col.

Mit dem Team Jelik betritt auf dem Gardasee erstmals ein asiatisches Team die RC 44 Bühne, an der Seite von Team-Eigner Frank Pong, greifen vorwiegend BMW Oracle Teammitglieder in die Schoten. Den Skipper hält Pong, Executive Direktor von Shiu Wing Steel und somit unter Hongkongs Reichen einer der Reichsten, noch geheim.

Österreichs Neun trainieren seit Freitag vor Ort, am Mittwoch wird der Match Race Bewerb eingeläutet, bis 12. Juli werden zudem die Sieger im Fleet- und Long Distance Race ermittelt.