Sonntag 21 Januar 2018

470er_tag6_09Mit einem tadellosen Zielsprint sichern sich Sylvia Vogl und Carolina Flatscher im Rahmen der 470er Europameisterschaft Rang fünf und sorgen für ein Traunseer Happy End.
Es war der erhofft versöhnliche Abschluss, der Sylvia Vogl und Carolina Flatscher mit Rang fünf eine ÖOC A-Kader Leistung und die neuerliche Bestätigung ihres Weltklasseniveaus bescherte. Die Weltcupsiegerinnen von Palma, die mit einem Top Ten Platz als Minimalziel in die Heim-Europameisterschaft gestartet waren, kamen in der heutigen Frühschicht auf Rang vier, die anschließende Flaute verhinderte weitere Wettfahrten. Gold ging nach in Summe sechs Wettfahrten an Giulia Conti und Giovanna Micol (ITA), die Olympia-Fünften von 2008 distanzierten die Spanierinnen Tara Pacheco und Berta Betanzos um 16 Zähler. Bronze ging dank Anthi Economou Olga Tsigaridi an Griechenland.

„Ich bin sehr zufrieden und entsprechend glücklich. Natürlich war es schade, dass heute lediglich eine Wettfahrt gesegelt werden konnte, die Chance auf eine Medaille wäre da gewesen“, so Vogl, die den Veranstaltern ein großes Lob aussprach. „Die Organisation war einwandfrei, der Wohlfühlfaktor hat definitiv gepasst.“ Für die instabile Wind- und Wetterlage könne man niemanden verantwortlich machen, die Entscheidungen der Wettfahrtleitung müsse man ohnehin akzeptieren. Die Woche sei aus seglerischer Hinsicht nichts für schwache Nerven gewesen, „wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen und gezeigt, dass wir zu den Besten der Besten gehören.“ Der fünfte EM-Rang und der „optimale Verlauf der bisherigen Saison lassen mich gelassen in die Zukunft blicken.“

Bei den Herren sicherten sich Sime Fantela und Igor Marenic Gold, die Kroaten, Olympia-Neunte 2008, dürfen sich somit über den größten Erfolg ihrer gemeinsamen Karriere freuen. Für Matthias Schmid und Florian Reichstädter blieb trotz eines Tagessieges nur der enttäuschende 31. Platz, was Schmid auf zum Teil seglerisches Unvermögen und fehlendes Glück zurückführt. „Oft sind wir im Verlauf dieser Serie nicht auf die Butterseite gefallen“, so der Steuermann, der einräumt, „dass es für eine Medaille aufgrund zu vieler taktischer Fehler zwar nicht gereicht hätte, wir aber in etlichen Situationen auch nicht das notwendige Windglück gehabt haben.“

Die nächste Gelegenheit auf Revanche bietet sich zwischen 20. und 27. Juni, wo im Rahmen der traditionellen Kieler Woche der nächste Weltcupeinsatz bevorsteht.
Neben den 470er Herren setzen auch Florian Raudaschl und Andreas Geritzer vor Kiel die Segel, der Lasersegler reist direkt von einem Trainingslager aus Landskrona (SWE) an, wo Geritzer in diesen Tagen das EM-Revier (01.-07. August) unter die Lupe nimmt.





Endstand Damen nach 6 Wettfahrten/1 Streicher, 39 Mannschaften:
1. Giulia Conti/Giovanna Micol ITA 19
2. Tara Pacheco/Berta Betanzos ESP 35
3. Anthi Economou/Olga Tsigaridi GRE 38
4. Margriet Fokkema/Marieke Jongens NED 38,8
5. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher AUT 44 (17/3/16/4/(28)/4)

Endstand Herren nach 8 Wettfahrten/1 Streicher, 82 Mannschaften:
1. Sime Fantela/Igor Marenic CRO 43
2. Lucas Zellmer/Heiko Seelig GER 57
3. Gabrio Zandona/Edoardo Mancinelli ITA 62
31. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 126 (3/31/25/16/16/1/(37)/34)