Donnerstag 18 Januar 2018

470er_tag4_09Matthias Schmid und Florian Reichstädter feiern zum Abschluss der Qualifikation einen beeindruckenden Tagessieg und dürfen wieder mit einem Platz an der Sonne liebäugeln. Sylvia Vogl und Carolina Flatscher bleiben trotz eines Abwurfs am Ball.
Die 242 Teilnehmer der 470er Europameisterschaft können sich nicht über Abwechslung beklagen. Der vierte Tag der Titelkämpfe begann mit Flaute, gipfelte in Sturmböen und Hagel und endete mit Sonnenschein, Flaute, Gewitter und abermals Sturm. Während die Herren mit der sechsten Wettfahrt die Qualifikation beendeten, segelten die Damen Durchgang fünf. Bei zwei bis vier Windstärken und teilweise starkem Regen übernahmen Matthias Schmid und Florian Reichstädter zur Halbzeit das Kommando und segelten dank exzellenter Bootsgeschwindigkeit und fehlerfreier Manöver einen ungefährdeten Tagessieg entgegen. Im Anschluss sprach das Duo von „Balsam auf den Wunden. Die letzten beiden Tage waren frustrierend, mit dem Sieg haben wir bewiesen was möglich ist, jetzt sind wir wieder im Rennen.“ Gesamt auf Rang 19, fehlen den Österreichern 15 Punkte auf die Top ten, ein Rückstand der in den sechs noch geplanten Wettfahrten „durchaus wett zu machen ist.“
Sylvia Vogl und Carolina Flatscher hatten heute weniger Glück. Das Damenfeld wurde von einer Sturmfront überrascht, Österreichs Hoffnungen auf eine Medaille wurden unter Spinnaker regelrecht umgeweht, kenterten bei satten sechs Beaufort durch und hatten keine Chance mehr den Rückstand wettzumachen. Der 28. Platz fällt durch die Streichmöglichkeit aus der Wertung, zwischenzeitlich auf Rang neun, heißt es weiterhin kühlen Kopf zu bewahren. Die zweite Wettfahrt des Tages wurde wegen einer 180 Grad Winddrehung abgebrochen, bitter für das auf Rang fünf segelnde heimische Duo. Glück im Unglück hatte die führenden Italienerinnen Conti/Micol, die in der Abbruchwettfahrt gekentert waren und ihren Streicher kassiert hätten. „Mit dem Schicksal hadern hat wenig Sinn, wir schauen weiterhin von Wettfahrt zu Wettfahrt, das Medal Race bleibt unser primäres Ziel.“
Die Titelkämpfe werden morgen mit weiteren Wettfahrten fortgesetzt, in den kommenden 48 Stunden geht es um die Qualifikation für das Medal Race.

Zwischenstand Damen nach 5 Wettfahrten/1 Streicher, 39 Mannschaften:
1. Giulia Conti/Giovanna Micol ITA 13
2. Ai Kondo/Wakako Tabata JPN 20
3. Jo Aleh/Olivia Powrie NZL 21
9. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher AUT 40 (17/3/16/47(28)
38. Vali Richter/Paula Flicker AUT 139

Zwischenstand Herren nach 6 Wettfahrten/1 Streicher, 82 Mannschaften:
1. Harada Ryunosuke/Yoshida Yugo JPN 23
2. Sime Fantela/Igor Marenic CRO 30
3. Lucas Zellmer/Heiko Seelig GER 31
19. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 61 (3/(31)/25/16/16/1)
50. Stefan Glanz/Thomas Czajka AUT 100
78. Florian Felzmann/Martin Lux AUT 171
80. Jacub Holzinger/Emanuel Köchert AUT 185