Sonntag 21 Januar 2018

aut44_01Die Karten wurden neu gemischt, die Gegner blieben die gleichen und Österreichs Neun queren die Ziellinie zweimal vor dem America’s Cup Helden und RC 44-Erfinder Russell Coutts.

Mit bis zu 34 Knoten Wind hatten die Teilnehmer des RC 44 Austria Cups am heutigen ersten Tag der Fleet Races zu kämpfen. Unberechenbare Bedingungen mit stürmischen Regenschauern und Gewittern rund um den Traunsee ließen die Wettfahrtsjury eine vorzeitige Rückkehr zu den Anlegeplätzen an der Gmundner Esplanade anordnen. Bis dahin war jedoch Wettsegeln der Extraklasse geboten worden, das heimische Team auf der Oberösterreich konnte sich mit einem vierten und einem fünften Rang mitten in das Getümmel von America’s Cup Gewinnern platzieren.
  
„Wir haben in den ersten beiden Wettfahrten eine Performance gezeigt, die klar gemacht hat, dass wir mit der internationalen Elite durchaus mithalten können. Der Wind war heute wieder nicht wirklich auf unserer Seite, hat sich aber mit einer neuerlichen Böe im Finale der ersten Wettfahrt gut für uns ausgewirkt und uns den Vorstoß ins vordere Mittelfeld beschert“, weiß Rene Mangold, ab heute Steuermann der AEZ-Crew, um die eigenen Stärken. rc44_feldGleich in beiden Tagesrennen konnten die Österreicher den dreifachen AC-Champion aus Neuseeland, Russell Coutts, hinter sich lassen. „Was uns im Match Race noch fehlt – Übersicht, der Kopf am Boot, taktisches Geschick – darauf können wir im Fleet Race bauen. Wir sind keine Opfer, wir spielen schon mit“, so Taktiker Christian Binder. Das neu erlangte Selbstvertrauen der neun Lokalmatadore erhält durch ein persönliches Lob von Herrn Coutts weiteren Aufschwung. Die Ausgangsposition für das Team aus Österreich ist dank Zwischenrang Vier eine viel versprechende, voller Angriff auch dann die oberste Maxime.
 Zum ersten Mal waren heute die Schiffseigner hinter das Steuer gebeten worden, im Pulk ging es zweimal um den Sieg. Dean Barker (NZL, Artemis), der nach zwei AC-Niederlagen vielleicht aggressivste Hecht im Karpfenteich, und Paul Cayard (Ceeref), seines Zeichens siebenfacher Weltmeister und fünffacher America’s Cup Teilnehmer aus den USA, taktierten ihre Teams zu jeweils einem Wettfahrtssieg. Sea Dubai (Stefan Meister/Markus Wieser, GER) musste dem starken Wind Tribut zollen und konnte auf der letzten Vorwind in der ersten Wettfahrt ihren 150m² großen Gennaker nur noch in zwei Teilen aus dem Wasser bergen. Ein Segeleinsatz des Teams war unter diesen Umständen heute nicht mehr möglich.

Bis einschließlich Sonntag wird am Traunsee noch der RC 44 Cup gesegelt, acht Wettfahrten, eine davon ein Langstreckenrennen, sind noch ausständig.

Zwischenstand nach zwei Wettfahrten
1  Ceeref (SLO 11)                           3
2  Artemis (SWE 44)                         5
3  Now Way Back (NED 18)               8
4  Team Austria (AUT 44)                9
5  Team Aqua (UAE 440)               10
6  Team Organika (POL 14)           11
7  BMW Oracle Racing (USA 18)    12
8  Puerto Calero (ESP)                   14
9  Sea Dubai (UAE 77)                   22