Donnerstag 18 Januar 2018

Rolex_baltic_weekKIEL. Die Brasilianer Robert Scheidt und Bruno Prada haben am Sonnabend (11. Juli) die Rolex Baltic Week gewonnen und sind neue Europameister der olympischen Starbootklasse. Die Silbermedaillengewinner von Qingdao 2008 drehten den Spieß diesmal um und verwiesen die Olympiasieger Iain Percy und Andrew Simpson aus Großbritannien auf Rang zwei. Bronze ging an die punktgleichen Schweden Fredrik Lööf und Johan Tillander.

 

Das Grande Finale der sechsten Rolex Baltic Week hätte dramatischer nicht ausfallen können. In einem Zieleinlauf wie aus dem Bilderbuch gewannen die jungen Deutschen Johannes Babendererde / Timo Jacobs mit einer halben Bootslänge Vorsprung vor den Schweden Lööf/Tillander, die ihrerseits die neuen Europameister nur um eine halbe Bootslänge auf Distanz hielten. Wiederum wenige Meter dahinter folgten die Goldmedaillengewinner vom August vorigen Jahres. Der Kampf um Platz fünf wurde ein totes Rennen zwischen John Gimson/Ed Greig aus Großbritannien und den Schweizern Marazzi / de Maria, die gleichauf über die Ziellinie kamen und beide 5,5 Punkte erhielten.

 

"Das war Hochspannung pur auch noch auf den letzten Metern", meinte der siegreiche Steuermann Robert Scheidt, "wir hatten uns im letzten Rennen schon scheinbar sicher geführt, als der Wind abnahm und die Gegner von hinten aufkamen." Doch mit der Cleverness und Abgebrühtheit eines Vollprofis behielt der Brasilianer die Nerven und deckte vornehmlich die härteren Verfolger aus Großbritannien ab. "Wir haben zum Schluss taktische Fehler gemacht und hätten es auch nicht verdient gehabt, hier zu gewinnen", resümierte Iain Percy eine Regatta, in der er nach einer langen Trainingspause konstant unter den besten Drei der Gesamtwertung stand. Die beiden gravierten Siegeruhren vom Typ Rolex Submariner Date jedoch durften sich Robert Scheidt und Bruna Prada um die Handgelenke legen.

 

Endstand der Rolex Baltic Week / Starboot-Europameisterschaft 2009 nach acht Wettfahrten am Sonnabend (11 Juli)

1. Robert Scheidt/Bruno Prada (Brasilien) 18 Punkte

2. Iain Percy/Andrew Simpson (Großbritannien) 22

3. Fredrik Lööf/Johan Tillander (Schweden) 22

4. Flavio Marazzi/Enrico de Maria (Schweiz) 63,5

5. Johannes Babendererde/Timo Jacobs (Lübeck) 64

6. Robert Stanjek/Markus Koy (Berlin/Hamburg) 66

7. Mark Mendelblatt/Mark Strube (USA) 69

8. Xavier Rohart/Pierre Alexis Ponsot (Frankreich) 56

 

 

Quelle: www.rolex-baltic-week.com